Outdoor -Concept
Wir stehen für das Natürliche und Unverfälschte

Kurs Konzept 

Das Seminar kombiniert die reine Erste Hilfe mit dem notwendigen Notfallmanagement.

Theorie soviel wie nötig und Praxis soviel wie möglich.

Das Erste Hilfe Seminar findet draußen statt damit wir in echtem Gelände üben können. 

Es lassen sich alle erlernten und geübten Maßnahmen in anderen Lebenssituationen anwenden. Deshalb wirst Du nach dem Seminar selbstbewußt und zielstrebig Notfälle behandeln können.

Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Praxis um das theoretisch erlernte selbstständig Üben & Anwenden zu können. Hierzu finden sich verschiedene Fallbeispiele.

Du kannst nach diesem Seminar mit dem Theoretischen Wissen und den Übungserfahrungen Nachhaltig Erste Hilfe leisten.

Es geht in diesem Seminar auch um das Notfallmanagement. Denn im Gelände stehst Du vor größeren Herausforderungen, da es in der Regel länger dauert um einen Rettungsdienst zu alarmieren.

Was ist anders bei Erster Hilfe Outdoor?
Im Wald oder in den Bergen bewegen wir uns in der Regel auf unbefestigten Wegen oder unwegsamem Gelände. Und genau hier liegen auch die Gefahren: Wenn du zum Beispiel in einer Mulde umknickst, über eine Wurzel stolperst oder dich mit dem Taschenmesser schneidest, können die Auswirkungen ganz unterschiedlich ausfallen – von einer leichten Prellung oder offenen Wunden bis hin zum Knochenbruch oder Bewusstlosigkeit. Außerdem kann es durch Insektenstiche zu allergischen Schocks kommen und nicht selten kommt es vor, dass Menschen ihre eigenen Kräfte überschätzen und besonders bei Hitze kollabieren.
Musst du Erste Hilfe leisten, ist das in der „freien Natur“ oft schwieriger. Der Unfallort in der freien Natur unterscheidet sich dadurch, dass dieser im Regelfall viel höher oder tiefer liegt, zu heiß oder zu kalt ist, kein Dach hat und der Rettungsdienst eventuell nicht hinkommt.
Ein weiterer kritischer Punkt bei Outdoor-Unfällen: Nicht überall können Rettungskräfte hinkommen. „In vielen Waldgebieten ist keinen Empfang“, „das heißt, ich muss mir Gedanken machen: Wie setze ich den Notruf ab? Wo kann ich von einem Rettungshubschrauber gut gesehen werden? Wie kann ich zur nächsten Straße gelangen?“
Erste Hilfe Outdoor heißt improvisieren
Grundsätzlich gilt auch bei Unfällen in der freien Natur die übliche Rettungskette:
1. Situation erfassen,
2. Eigensicherung,
3. Lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen,
4. Hilfe holen.
Bist du in der Gruppe unterwegs, teilt ihr euch die Aufgaben auf . Dabei ist eine Person Kontakter und eine andere Person Koordinator. Das erklärt sich so: „Der Kontakter ist die Person, die bei dem Verletzten bleibt und die Erste Hilfe-Maßnahmen durchführt. Der Koordinator organisiert alles Drumherum und holt Hilfe oder delegiert diese. Im Outdoor-Bereich kann das bedeuten, dass ich erst einmal einen Kilometer laufen muss, um Empfang zu haben.“
Hast du Empfang, taucht oft ein weiteres Problem auf: Du weißt nicht, wo genau du bist. Doch genau das muss die Rettungsleitstelle wissen, um Hilfe schicken zu können. Eine Lösung sind Apps, die mit dem GPS-Signal arbeiten. Dafür brauchst du keinen Empfang, denn GPS funktioniert ohne das Mobilfunknetz. Es hilft zum Beispiel die App Hilfe im Wald.
Diese App lokalisiert deinen Standort über GPS und zeigt dir den Weg zum nächsten Rettungspunkt an. Bei diesen Rettungspunkten ist sichergestellt, dass Rettungskräfte diese Orte auch erreichen können. In der Regel hast du dort auch Empfang. Falls die verletzte Person gar nicht bewegt werden kann, gibt dir die App deine Standortkoordinaten an, die du beim Notruf durchgeben kannst. Bis Hilfe eintrifft, führst du die Erste-Hilfe-Maßnahmen durch. In der freien Natur musst du improvisieren und erfinderisch sein. Das bedeutet: Schau dich um, was du aus deiner Umgebung nutzen kannst. Aus Stöcken baust du eine Beinschiene oder mit einer Jacke eine Trage. Aus kühler Walderde und einem Einweghandschuh stellst du ein Coolpack für Prellungen oder Verstauchungen her.
Der Deutsche Alpenverein DAV stellt im Internet eine PDF-Datei für Notfälle in den Bergen bereit, die man als Download bekommt. Speichere sie am besten auf deinem Smartphone ab oder drucke alles aus. Die Ausdrucke solltest du allerdings wasserfest verpacken, damit sie nicht nass werden können.
Hilfe rufen ohne Smartphone
In der Natur zeigen sich manchmal die Tücken der Smartphone-Technik: Kein Empfang, ein leerer Akku oder ein Defekt am Gerät (zum Beispiel durch einen Sturz) machen das Smartphone (vermeintlich) nutzlos. Aber das ist noch kein Grund zur Panik: Liegt es nur am Empfang, nutze eine App, die mit dem GPS-Signal arbeitet wie die App „Hilfe im Wald“ oder die Notfall-App nora.
In den Bergen machst du mit dem sogenannten alpinen Notsignal auf dich aufmerksam, indem du rufst, pfeifst oder Lichtsignale sendest, zum Beispiel mit der Taschenlampe.
Und so geht das alpine Notsignal:
1. Eine Minute lang alle 10 Sekunden ein Signal senden (6x pro Minute)
2. Eine Minute warten
3. Wieder eine Minute lang alle 10 Sekunden ein Signal senden
Wird das Signal erkannt, kommt in der Regel die Antwort so: 3x pro Minute ein Signal, also alle 20 Sekunden, dann eine Minute Pause usw. Wiederhole dein Signal, bis ihr gefunden werdet.
Falls ein Rettungshubschrauber unterwegs ist, stelle dich so hin, dass du gesehen wirst. Mach dann mit einer Taschenlampe, Rettungsdecke oder einem Kleidungsstück mit knalligen Farben auf dich aufmerksam. Halte die Landefläche frei und sammele alle losen Gegenstände ein. Bei Schnee oder sehr sandigem Untergrund solltest du eine Brille aufsetzen und Mund und Nase schützen, wenn ein Helikopter landet.


Die perfekte Erste Hilfe-Tasche für unterwegs
Welche Materialien du mitnimmst, hängt immer davon ab, wie lange und wo du unterwegs bist. Machst du einen Tagesausflug? Geht es abends in ein Hotel oder ins Basislager, wo du dann beispielsweise Sonnenbrände oder Zeckenbisse behandelst? Oder übernachtest du in der Natur?
„Zur Minimalausstattung gehören die Rettungsdecke, das Dreieckstuch und ein bisschen Verbandsmaterial“.
Eine Zeckenkarte oder -pinzette ist ein Muss, wenn du im Freien unterwegs bist. Vor allem in Wäldern tummeln sich viele Zecken.  Es reicht, wenn du im Basislager oder Hotelzimmer die Zeckenuntersuchung abends nach der Wanderung machst.
Für den Outdoor-Bereich gibt es spezielle Erste Hilfe-Taschen, die besonders platzsparend gepackt sind und gut Platz finden in einem Rucksack oder einer Fahrradtasche. Darin findest du in der Regel die wichtigsten Materialien wie:
• Rettungsdecke
• kleine Schere
• Mullbinde
• Verbandspäckchen mit steriler Wundauflage
• Einmalhandschuhe
• Pflaster und Pflastertape
• Dreieckstuch
• sterile Kompresse
• Desinfektion für Wunden

Besprochen wird unter anderem:

-  Notruf absetzen :     was kann ich tun wenn kein Empfang da ist

- Versorgung der Person :     erste Hilfe leisten

- Transport:     wann ist es sinnvoll, wann sollte man warten  

- Wetter & Tageszeit:     welchem Wetter bin ich ausgesetzt, wird es bald Dunkel

- Unterkunft:     wohin kann ich mich zurück ziehen

- Karte & Kompass:     wie kann ich mich orientieren

- in der Gruppe:     wer übernimmt welche Aufgaben      

Unser Motto:

Ohne langweiligen Frontal Unterricht und mit realistischen Unfalldarstellungen bringen wir dich ins handeln und lernen. Wir spielen Szenarien durch, dabei wirst Du selbst mal Helfer, mal selbst Verletzter oder auch Teamführer sein der den Überblick behält.

Sei Bereit ........ mach es